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Projekte und Nachrichten aus der Praxis

Hier finden Sie Beispiele, die Ihre eigene Fundraising-Arbeit anregen können.

Praxisprojekte

Auf einem Berg oberhalb von Sulzthal baute man 1895 eine Lourdeskapelle. Die Menschen vor Ort nennen es „Triekirchle“. Sie fühlen sich der kleinen Kapelle verbunden und tragen seit Jahrzehnten zu ihrem Erhalt durch Spenden und Eigenleistung bei. Das zeige sich nun erneut. Die Fenster waren undicht, Wasser drang ein und die Fassade hatte gelitten. Kosten: mindestens 19.000 Euro. Eine finanzielle Herausforderung für die kleine Gemeinde.

Also wurden regelmäßig Spenden gesammelt - unter anderem nach der Maiandacht oder bei einem spontanen Sommerfest des Sulzthaler Stammtisches. Laut Kirchenpfleger Ralf Ruppert ist man optimistisch, zusammen mit einigen Zuschüssen die Maßnahmen stemmen zu können, ohne dass die Pfarrei zuschießen muss. Respekt!

Seit Jahren bewirtschaften Jugendverbände der Diözese Würzburg zusammen mit weiteren Partner der Jugendarbeit an den Adventssamstagen den Parkplatz des Kilianeums in Würzburg. Der Erlös kommt unterschiedlichen sozialen Projekten zu Gute. Die Projekte werden von den beteiligten Gruppen ausgewählt. So spendeten die KjG-Aktivisten 2021 an den Verein Sea-Eye, der sich für die Rettung von Geflüchteten, in Seenot geratenen Menschen auf dem Mittelmeer einsetzt. Die Ministrantinnen und Ministranten nutzen die Einnahmen für einen gemeinnützigen Fonds, um sozial Benachteiligten die Teilnahme an ihrem großen Mini-Festival im Juni 2022 zu ermöglichen.

Mehr Infos:

Zur Europameisterschaft hat die Stiftung "Jugend ist Zukunft" des BDKJ-Diözesanverbandes Würzburg ein Tipp-Spiel veranstaltet. Als Pilotprojekt hielt man den Rahmen klein, 26 Frauen und Männer aus dem BDKJ und seinem näheren Umfeld beteiligten sich. Die Teilnahmegebühr war gesplittet: 10 Euro für die Stiftung und 6 Euro für Preise. Hier hätte ein Schuss Sponsoring die Sache sicher vereinfacht, was dem Wettkampfeifer aber keinen Abbruch tat. Der Verfasser dieser Zeilen, nicht unbedingt ein ausgewiesener Fußballexperte, konnte sich lange im ersten Drittel halten, rutschte aber gegen Ende auf Platz 11 ab. Immer noch ein respektables Ergebnis. In der Ziellinie den Kopf vorne hatte Christof Gawronski, Mitglied im Beraterkreis Fundraising der Diözese Würzburg. Die Veranstalter zeigten sich am Ende zufrieden und denken darüber nach, das Tippspiel zur Weltmeisterschaft 2018 mit einem größeren Teilnehmerkreis zu wiederholen.
PS: Wie dieses Fundraisinginstrument funktioniert sehen sie in unserem Praxistipp „Online-Fundraising mit einem Tipp-Spiel".

Weine probieren für die Kirchenrenovierung - diese pfiffige Idee hatten sich der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung der Pfarrei Erzengel Michael Thüngersheim ausgedacht, um Spenden für die anstehende Kirchen- und Orgelrenovierung einzuwerben. 86 Gäste kamen ins Thüngersheimer Pfarrheim und durften erlesene Weine kosten, die von den Weingütern A.u. M. Klüpfel, Bickel-Stumpf, Willibald Klüpfel (Inh. Norbert Klüpfel), Schwab, Geiger& und Söhne, Gebr. Geiger jun. und der Winzergenossenschaft Thüngersheim gespendet worden waren. Durch den Abend führte mit viel Charme und Witz die Thüngersheimer Weinprinzessin Katharina Schwab. Zum Gelingen des Abends trugen die Ministrantengruppenleiter und Jugendliche als Kellner, sowie Pfarrgemeinderäte bei, die Brotzeitplatten richteten. Die Probengläser für die Veranstaltung stellte der Weinbauverein Thüngersheim zur Verfügung. Kirchenpfleger Frank Krogmann und Pastoralreferent Michael Hanft freuten sich über einen Reinerlös der Benefizweinprobe in Höhe von 1030.- €.

"Nikolaus statt Santa Claus", so hieß die Aktion, die die KJG in Bayern zugunsten der KJG Landesstiftung durchgeführt hat. Als katholischer Kinder- und Jugendverband wollte die KJG damit an das Leben und Wirken des Heiligen Bischofs Nikolaus von Myra erinnern und die wahre Bedeutung des 6. Dezembers ins Gedächtnis rufen.

KJGlerinnen und KJGler in ganz Bayern haben zu diesem Zweck in den Pfarrgemeinschaften vor Ort über 9000 Schokoladen-Nikoläuse aus dem Fairen Handel verkauft. Dazu verteilten sie Faltblätter, in denen unter anderem die wichtigsten Informationen aus dem Leben des Heiligen Nikolaus abgedruckt sind. Nikolaus von Myra zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Heiligen des Kirchenjahres. Die Gestalt des Heiligen Nikolaus ist durch ein vielfältiges Brauchtum zu seinem Fest und zahlreiche Legenden geprägt.

Ziel der KJG ist es, sich gegen die zunehmende Kommerzialisierung der weihnachtlichen Bräuche zu wenden und an die wahren Brauchtumshintergründe zu erinnern.

Die Erlöse dieser Aktion kommen der neu gegründeten KJG Landesstiftung zugute, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Aktivitäten der Ortsgruppen zu unterstützen und die dazu nötigen finanziellen Rahmenbedingungen zu sichern. Die Aktion brachte rund 8000 €. Der Gewinn verblieb nach Schätzungen zur Hälfte bei den KJG-Pfarreien, zur Hälfte stockte er das Vermögen der Landesstiftung auf.

Mit der CaritasBox leistet der Diözesancaritasverband Würzburg seit Jahren einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Box ist ein großer im Design der Caritas bedruckter Pappkarton, in dem leere Tonerkartuschen, Tintenpatronen und alte Handys gesammelt und später recycelt werden. Partner ist dabei die INTERSEROH Product Cycle GmbH. Mittlerweile beteiligen sich alle Orts- und Kreiscaritasverbände an der Aktion. Die Erlöse gehen an Kinderprojekte in der Region. Rund 1500 Euro kamen dabei im Jahr 2013 zusammen.

Das gibt es nicht alle Tage: 43.672 Euro hat die Senioren-Tagespflege in Güntersleben von Lotto Bayern bekommen. Die Summe ist ein Teil der Gelder, die die Glücksspirale alljährlich für gemeinnützige Zwecke im Bereich Gesundheit, Denkmal und Naturschutz ausschüttet.Träger der Tagespflege ist die Caritas-Sozialstation St. Gregor Fährbrück e.V. Deren Vorsitzender Joachim Riedmayer hatte sich über die Caritas um diese Unterstützung beworben. Riedmayer setzt schon länger im Leitungsteam der Sozialstation konsequent auf das Thema Fundraising, um so die hochwertige Arbeit von St. Gregor finanziell abzusichern und das eine oder andere Extra für die Kunden anbieten zu können.

Anlässlich des Jubiäums „150 Jahre Kilianeum - Haus der Jugend“ will der Förderverein des BDKJ Diözesanverbandes Würzburg bis zum Jahresende sechs neue Fördermitglieder werben, um damit die Zahl 50 voll zu machen. Das müsste machbar sein. Als werbende Multiplikatoren haben die Verantwortlichen die Mitgliederversammlung des Vereins sowie den BDKJ-Diözesanvorstand im Blick. Machen diese ihren Job gut und schaffen 6 neue Mitglieder bei, gibt es kleinere Fördergelder für kirchliche Gruppen. Für diese Gelder bewerben kann man sich per Mail mit Gruppennamen und Kontaktdaten einer Ansprechperson bis zum 31.12.2021 unter „bdkj@bistum-wuerzburg.de“.

Dem Seniorenforum der Diözese Würzburg fällt es zunehmend schwerer, seinen Rundbrief für die kirchliche Seniorenarbeit zu finanzieren. Den Brief gibt es seit über 50 Jahren. Er enthält in der Regel Arbeitshilfen, Anregungen für die Gestaltung des Kirchenjahrs, Berichte über gelungene Projekte, Vorlagen für Gottesdienste, Geschichten und Gedichte sowie Informationen aus Kirche und Gesellschaft. In einem Workshop mit der Fundraisingberatung der Diözese entstand die Idee, für den Rundbrief „100-Euro-Paten“ zu suchen.

Gesagt, getan. „Wie in vielen Bereichen unserer Gesellschaft werden auch in der Seniorenarbeit des Bistums die Finanzen enger und knapper“, hieß es dann im Aufruf zur Spendenaktion „100-Euro-Paten“, der an unterfränkische Politiker versandt wurde. Damit sollen diese als potentielle „Bildungspaten“ geworben werden, die älteren Menschen eine Lobby geben. Knapp 1000 Euro kamen zusammen. Vermutlich wird dies nicht die letzte Patenaktion gewesen sein.

In der Pfarrei St. Bruno in Niederwerrn gibt es ein Fundraisingprojekt für die Renovierung der Kirche. Eine Projektgruppe, die sich angelehnt an das Patronat der Pfarrei „Bruno-RenoWIRer" nennt, steuert die verschiedenen Aktionen. Berater der Stabsstelle Fundraising begleiten diese Männer und Frauen. Eine der Aktionen der Gruppe war die Sonderführung für Spenderinnen und Spender in der Kirche St. Bruno. Architekt Christian Brückner erläuterte das Konzept der Renovierung und brachte die Reize und Besonderheiten des Baukörpers der Kirche zur Geltung. Anschließend gab es einen kleinen Empfang, bei dem auch Pfarrer Stefan Kömm persönlich den Spenderinnen und Spendern dankte. Diese lobten die Aktion und sprachen von „vertieften Eindrücken" und einem gelungenen Nachmittag.

Zwölf Jahre lang engagierten sich die Mitglieder des Vereins „Orgelfreunde Bad Brückenau" für die neue Orgel in der Kirche St. Bartholomäus. Hintergrund war ein Deal mit der Bischöflichen Finanzkammer. Diese übernahm damals die Hälfte der Kosten von 450.000 Euro unter der Bedingung, dass die Pfarrei über Spender und Sponsoren die andere Hälfte aufbringt – sozusagen klassisches Fundraising. Allerdings gab es kein Zeitlimit. Engagiert gingen die Bad Brückenauer ans Werk. Schnell waren die ersten 100 Mitglieder gefunden und 2007 übernahm Karlheinz Schmitt den Vorsitz. Der Verein spielte in den folgenden Jahren die gesamte Klaviatur der Fundraisinginstrumente. Er führte eine Haussammlung durch, veranstalteten eine Lotterie, setzte Pfarrer und Kantor gegen Spenden auf Diät und organisierte Benefizkonzerte. Jedes Vereinsmitglied brachte sich nach seinen Möglichkeiten ein und die Zusammenarbeit lieft laut Schmitt sehr harmonisch. Nach zwölf Jahren hat der Verein sein Ziel erreicht. Die neue Orgel ist finanziell abgesichert. Die Mitglieder machen nun einen klaren Schnitt und lösen den Verein auf. Mission erfüllt lautet die Bilanz.

Unter dem Motto „Vier Gänge für ein Halleluja" hat der Familienkreis der Pfarrei St. Laurentius in Unterpleichfeld zu einem Benefizessen geladen. Der Slogan des Kreises lautet: „Familie Aktiv". Hintergrund ist die anstehende Innensanierung der Kirche inklusive der Orgel. Die Mitglieder des Kreises verantworten alles selbst – vom Kochen bis zum stilechten Auftragen . 40 Gäste ließen sich im Pfarrheim Meerretichsüppchen mit Lachs, gefüllte Putenbrust mit Serviettenknödel, Rinderschmorbraten in Rotweinsauce mit Speckbohnen und einem Giotto-Parfait mit warmen Schokotörtchen an Orangensauce verwöhnen. Alle Gerichte hatten die Männer aus der Gruppe angeleitet von Bettina Wald frisch zubereitet. Die Verantwortlichen freuten sich am Ende über einen Erlös von rund 1000 Euro.

Rund 500 Euro haben die Mädchen der Klasse 6a der Maria-Ward-Schule in Würzburg für die Miparu Secondary School in der tansanischen Partnerdiözese Mbinga gesammelt. An einem Stand auf dem Domvorplatz präsentierten die 28 Schülerinnen Informationen über die Schule. Gleichzeitig baten sie um Spenden und bedankten sich dafür mit Bleistiften, welche die Firma Faber-Castell gestiftet hatte. Die Aktion war Teil des Jahresprojekts „Unterstützung der Miparu Secondary School in Mbinga", an dem sich unterschiedliche Jahrgangsstufen beteiligen.

Ein kreative Aktion besonderer Art haben sich die Freunde und Förderer vom Förderkreis Pia Fidelis der Pfarrei Obernburg ausgedacht. Pfarrer Manfred Jarosch löste seine Wettschuld aus der Tatto-Wette ein. Zusammen mit dem als Peppone verkleideten Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Harald Müller sammelte der Pfarrer als Don Camillo in den Obernburger Geschäften Spenden für das renovierte Pfarrheim Pia Fidelis. Insgesamt kamen bei der Aktion 7964,46 Euro an Spendengeldern zusammen. Viele Geschäftsinhaber zeigten sich großzügig und steckten ihre Spenden in die von Karl Reichert gefertigte Spendendose in Form von Pia Fidelis hatte. Harald Müller hatte sich für die Aktion eigens einen Schnurrbart wachsen lassen, um überzeugend die Figur des Peppone darzustellen.

Hintergrund der Geschichte ist die traditionelle Patroziniumswette der Pfarrei Obernburg. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Harald Müller hatte gewettet, dass er am Patroziniumsgottesdienst an „Sankt Peter und Paul" 29 Menschen in die Kirche lockt, die mit einem christlichen Symbol, einem Begriff oder einem Bild aus der Bibel tätowiert sind. Pfarrer Manfred Jarosch hatte dagegen gewettet. Mit genau 29 tätowierten Frauen und Männern gewann Müller die Wette.

Die Sache hatte ihre Geschichte. Weil die Wiesentheider Pfarrei St. Mauritius wegen der Innenrenovierung der Kirche ins Pfarrheim umziehen musste, holte sie sich 75 ausrangierte Kirchenbänke des Würzburger Doms. Vor Ort stellte man aber fest, dass der Ausweichkirchenraum für die benötigten Bänke zu klein war. Deshalb trennten fleißige Helfer die Kniebänke ab und somit passt die Bestuhlung. Was sollte man aber mit den Kniebänken machen? Da kam die zündende Idee: Meditationshocker wie in Taize. Mit großem handwerklichen Geschick stellten die Verantwortlichen mit zwei Schreinern rund 150 Gebetshocker her. Ca. 20 werden nun in der Ausweichkirche für die Kinder in der ersten Reihe verwendet, etwa 15 als Geschenk genutzt und knapp 100 fanden zum Preis von 35 Euro einen Käufer. Noch wenige Restexemplare sind zu haben.

Mit einem Spendenbarometer haben die Spender eine Orientierung, wie viele Spenden bisher eingegangen sind und was noch fehlt, um das Spendenziel zu erreichen. Beides motiviert, und ist eine notwendige Form der Öffentlichkeitsarbeit bei Fundraisingprojekten. 
Besonders vorbildlich hat dies die Pfarrei Waigolshausen auf Ihrer Website umgesetzt. In Waigolshausen geht es um Fundraising zu Gunsten eines Kirchenneubaus. Der alte Kirchturm aus der Julius-Echter-Zeit bleibt bestehen und bekommt einen modernen Anbau. Das Barometer zeigt in der Mitte stilisiert diesen Kirchturm. Links von ihm findet sich ganz im Sinne des Ressourcenfundraisings die Arbeitsleistung, rechts der Spendenstand. Die Zielerreichung ist oberhalb der beiden Säulen gut sichtbar in einem Prozentsatz ausgedrückt, einzelne farbige Balken zeigen, wann welcher Stand an Arbeits- und Sachspenden erreicht wurde. Kompliment!

Seit Jahren denkt sich das Fundraisingteam der Pfarrei St. Sebastian am Würzburger Heuchelhof jedes Jahr mindestens eine Fundraisingaktion aus. Von „Heizen Sie St. Sebastian ein" bis zur Weinprobe „Wein, Schokolade und Lyrik" stellen die Frauen und Männer immer wieder Originelles auf die Beine. Diesmal wollte das Team nicht um Spenden bitten und wählte stattdessen einen anderen Ansatz. Eingeladen wurde zum gründlichen Kirchenputz mit spiritueller Begleitung und Brotzeit, auf gut fränkisch „Butzen und Beten". Das Konzept ging auf. Rund 20 Interessierte – darunter neue Gesichter - stellten ihre Arbeitskraft zur Verfügung, lauschten den Impulsen und stärkten sich mit Leberkäsbrötchen und Kaffee. Dabei reinigten sie unter anderem die Kapelle generalstabsmäßig, räumten die Schränke in der Sakristei aus und entrümpelten hinter der Orgel . Am Ende bilanzierten die Verantwortlichen eine saubere Kirche, motivierte Helfer und neue Kontakt innerhalb der Pfarrei.

Auch 2012 hat die Firma Tesa lokale, gemeinnützige Nachhaltigkeitsprojekte mit einer Gesamtfördersumme von 50.000 € unterstützt. Jedes Projekt konnte eingereicht werden und bis zu 5.000 € Fördergeld erhalten – solange es der Umwelt diente. Wer zu den Siegern gehört, entschied eine Abstimmung im Internet. Für die Abstimmung musste man seine Mail-Adresse hinterlassen und bekam dann eine Mail mit einem Bestätigungslink. So sollten Manipulationen verhindert werden.Unter den Abstimmenden wurden eine Reise und fünf iPod classic verlost.

Diese Chance nutzte der Aschaffenburger Michl e.V., entstanden aus der Pfarrei St. Michael. Der 2006 gegründete Förderverein plant im Norden Aschaffenburgs ein Freigelände für die Kinder- und Jugendarbeit und übernimmt dafür die Trägerschaft. Der „freiRaum Rosenberg" soll genutzt werden für interkulturelles, interreligiöses und soziales Lernen, für Naturerfahrungen und für ökologische Bewusstseinsbildung.
Das konkrete Vorgehen in diesem Projekt erklärt Burkard Vogt, einer der Verantwortlichen: „Wir meldeten uns dort an. Dazu wurde eine kleine Seite mit kurzen Infos zum Projekt und einem Link zu unserem Video auf youtube erstellt. Dann mussten wir vom 1. - 31. April möglichst viele Menschen motivieren, für uns im Internet zu stimmen. Dazu haben wir folgendes unternommen:
- Mail an die Mitglieder mit Bitte um Weiterleitung
- Handzettel, der nach den Gottesdiensten und bei anderen Gelegenheiten verteilt wurde
- Kurzer Hinweis im Mitteilungsblatt des Stadtteils
- Hinweis auf die Aktion im Main-Echo-Artikel über unsere Vollversammlung
- Aufruf auf facebook
- Auf dem Stadtteilfest hatten wir am Stand einen Laptop mit Internetanschluss. Dort konnten die Leute direkt abstimmen.
- Immer wieder persönliche Ansprache (Ich habe in dieser Zeit bei Terminen in der kja mit den Teilnehmern immer Station am PC gemacht).
Interessant war, dass wir am 31.4. "nur" auf dem 6. Platz waren. Am 7. Mai wurde dann verkündet, dass wir auf Platz 1 gelandet sind. Wir vermuten, dass die fünf Projekte vor uns der Manipulation überführt worden sind.
Die Aktion hatte neben den erzielten 5000,-- Euro den Effekt, dass wir nun mit unserem Anliegen von viel mehr Menschen wahrgenommen werden. Vor allem Jugendlichen hatten Spaß an der Geschichte und haben sich mit eigenen Werbeideen eingebracht. Sie hatten auch wesentlich weniger Hemmungen, im Internet bei so einer Aktion mitzumachen. Für sie war auch der für Teilnehmer zu gewinnende iPod ein Anreiz. Erwachsene musste man doch eher überreden."
Der O-Ton zeigt: Ein Förderverein mit kompetenten Aktiven, einer visionären Idee und regionalen Rückhalt (hier im Aschaffenburger Stadtteil Damm) kann sich bundesweit gegen harte Konkurrenz behaupten, 5.000 Euro an Land ziehen und zudem auf originelle Art und Weise Öffentlichkeitsarbeit für sein Mammutprojekt betreiben.

Mehr Infos:
www.michl-ev.de

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